Kum Nye

Yoga und Meditation aus Tibet

Die alte Heilkunst Kum Nye wurde von dem tibetischen Lama Tarthang Tulku Rinpoche Ende der 60er Jahre im Westen eingeführt und ist ein unmittelbar wirkendes, hocheffektives Entspannungs- und Selbstheilungssystem, was uns in der heutigen Welt, in der viele von uns sich überfordert fühlen, primär mit dem Kopf arbeiten und wenig ihre Körper spüren, helfen kann, wieder mehr auf uns zu achten.

Körper und Geist werden bei regelmäßiger Kum-Nye-Praxis in ein Gleichgewicht gebracht. Schon nach kurzer Zeit des Übens kann so ein grundlegendes, nachhaltiges Gefühl des Wohlbefindens entstehen.

Selbstheilungskräfte werden aktiviert, Stress aufgelöst, hinderliche Verhaltensweisen umgeformt, negative Emotionen überwunden und ein ausgeglichener, gesunder Lebensstil gefördert – Körper und Geist gesunden.

Kum Nye lässt sich abseits von Matte und Kissen leicht in den Alltag integrieren und ermöglicht, einen individuellen Weg des Wachstums zu finden.

 

Was bedeutet Kum Nye?

Dabei steht Kum (tibetisch sKu) für den Körper, im Sinne eines Energiekörpers oder unseres verkörperten Seins, welches über die physische Form hinausreicht. Nye (tibetisch mNye) heißt soviel wie innere Massage. Zusammen bedeutet Kum Nye also, dass wir unsere (Ku-) Körper massieren.

Diese Massage geschieht auf den drei Ebenen

  • des Körpers
  • des Atems und
  • des Geistes

und wird erreicht durch fünf Übungsformen, nämlich

  • einfache Körperhaltungen und Bewegungsübungen,
  • gezielte Selbstmassage,
  • geführte Atemtechniken,
  • Phasen des intensiven Nachspürens und verschiedene Meditationsübungen sowohl im Sitzen als auch im Gehen und Liegen sowie
  • Rezitation von Mantren.

Diese äußeren Übungen sind aber nur Mittel zum Zweck! Der primäre Fokus, der Schlüssel der Kum-Nye-Entspannung liegt darin

  • durch die Übungen zunächst innere Gefühle und Empfindungen zu stimulieren,
  • ihnen sodann die Möglichkeit zu geben, sich auszudrücken und
  • sie in einem weiteren Schritt durch Präsenz im Atmen und Fühlen wahrzunehmen, worunter nicht Emotionen wie Trauer und Wut, sondern körperliche Erfahrungen unter Einbezug aller Sinne verstanden werden, wie der Duft von Gras am Morgen, die Berührung eines Menschen, ein Augenzittern, ein Verkrampfen im Bauch, ein Flattern in den Knien, ein Brennen in der Kehle, die Kurzatmigkeit, wenn du dich beeilst, der Adrenalinstoß durch deinen Körper, wenn du einen Anruf zu einer unerwarteten Zeit bekommst, die Ruhe nach einem Gewitter, um schließlich
  • in einem weiteren Schritt zu schauen, was mit den Gefühlen passiert – wir können sie ausdehnen, zusammenziehen, in einen Fluss bringen und frei fließen lassen.

Konkret:
In Kum Nye geht es nicht darum, die Bewegungsübungen und die anderen Übungsformen und Techniken möglichst korrekt auszuführen, vielmehr achten wir, sobald wir mit einer Übung beginnen, auf die in uns aufsteigenden Empfindungen.

Wichtig:
Dabei bewerten wir nicht, alle Erfahrungen, positive, negative und neutrale werden gefühlt, beachtet und gesehen, ohne Etikett, ohne Anstrengung.

 

Worin unterscheidet sich Kum Nye von anderen Yoga-Arten?

Die Übungsweise des Kum Nye Yoga unterscheidet sich von anderen Varianten des Yoga vor allem durch drei Aspekte:

  • Die Bewegungen werden, zumindest in der Regel, extrem langsam ausgeführt.
  • Es wird immer durch Nase und Mund gleichzeitig ein- und aus geatmet.
  • Gefühle und Empfindungen stehen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

 

Wie kann man sich eine Kum-Nye-Stunde vorstellen?

Eine Kum-Nye-Stunde dauert 75 Minuten und beinhaltet

  • Austausch zu Erfahrungen und Fragen zu Kum-Nye-Theorie (optional)
  • 60–75 Minuten Praxis
  • Anweisungen für Hausaufgaben

 

Kum-Nye-Kursablauf

Der offene Kurs Kum Nye besteht aus zehn Stunden, die thematisch variieren. Themen können unter anderen sein „Entspannen in der Anspannung“, „Herz öffnen“ oder „Atem kultivieren“. In jeder Stunde werden wir auch die Grundlagenpraktiken aus dem Kum Nye praktizieren wie die Sieben Gesten, die spezielle Kum-Nye-Atmung und einfache Meditationsübungen, um dadurch die Achtsamkeit auf den Körper und die Gefühle zu richten, die Körperwahrnehmung zu öffnen, die Kraft des Atems kennenzulernen und so nach und nach zu einer entspannteren und erfüllteren Lebensweise zu finden.

  • Beginn ist eine unverbindliche und kostenlose Einführungsveranstaltung
  • 10 Kurseinheiten à 75 Minuten
  • Übungen für den Alltag
  • Lesevorschläge
  • Hinweise

Kum Nye ist nicht an die Idee des Buddhismus gebunden, sondern kann unabhängig von religiösen und ethischen Einstellungen sowie von Alter, Geschlecht und körperlichem Fitnessgrad praktiziert werden.

Es wirkt unmittelbar und kann hocheffektiv sein, ist aber keine medizinische oder therapeutische Behandlung und auch kein Ersatz dafür.

Teilnehmende können für den Kurs ihre Alltagskleidung anbehalten, die Kleidung sollte allerdings möglichst bequem und nicht einengend sein und alles, was die Bewegungsfähigkeit beeinträchtigen könnte wie Schmuckstücke, Uhr oder Brille, sollte abgelegt werden.

 

Voraussetzungen

Keine – außer Neugier und die Bereitschaft, möglichst regelmäßig zum Kurs zu kommen und auch die Übungen für zuhause zu machen.

Bei Schwangerschaft oder körperlichen Einschränkungen bitte die Kursleitung zu Beginn des Kurses darauf ansprechen. Insbesondere  Nackenprobleme müssen bei einigen Übungen berücksichtigt werden.

 

Termine

Schnupperstunde

Alle, die an Kum Nye interessiert sind, können unverbindlich und kostenfrei an einem der folgenden beiden Termine in den aktuell laufenden Kurs reinschnuppern:

Donnerstag, 12. Dezember 2019, 10:00–11:15 Uhr
Montag, 16. Dezember 2019, 17:00–18:15 Uhr

Hier werden Sie einen ersten praktischen Geschmack bekommen. Wir bitten um vorherige kurze Anmeldung.

 

Kum Nye – Yoga und Meditation aus Tibet

(Kursleitung Christiane)

Montag 10:00–11:15 Uhr, 13. Januar bis 23. März 2020 (Achtung: 24.2. fällt aus)
Donnerstag 17:00–18:15 Uhr, 16. Januar bis 26. März 2020 (Achtung: 20.2. fällt aus)

Preis
175, – Euro


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