Yoga und Meditation

Vielleicht haben Sie sich schon in Sitzmeditationen geübt und dabei festgestellt: „Meditation ist nichts für mich.“  Ihnen fiel es schwer, ruhig zu sitzen und sich auf den Atem oder andere Objekte zu konzentrieren. Ihr Körper hat geschmerzt und Ihre Gedanken sind gerast.

Zuallererst: Das geht nicht nur Ihnen, sondern sehr vielen Menschen so! Kein Wunder bei dem hohen Tempo, dem wir im Alltag in allen Bereichen ausgesetzt sind. Deswegen speichern Sie bitte Meditation nicht gleich als was ab, was nichts für Sie ist. Aus der eigenen Praxis und Erfahrung sind wir fest davon überzeugt, dass Meditation für jeden Menschen etwas ist und das Leben eines jeden Einzelnen und der Gemeinschaft, in der wir uns befinden, nachhaltig bereichern kann.

Um einen Zugang zur stillen Sitzmeditation zu erlangen, können meditative Körperübungen ein guter, leichter zugänglicher Einstieg sein, denn Sie werden dort abgeholt, wo Sie gerade sind. Und genau das setzen unsere speziell ausgewählten, meditativen Yogaangebote in Yin Yoga und Kum-Nye-Yoga an. 

 


Yin Yoga (mit Tine)

Yin und Yang sind zwei sich gegenseitig bedingende Kräfte innerhalb der Dualität unseres Lebens. Doch es scheint, dass das kraftvolle Streben (Yang) nach Optimierung in allen Lebensbereichen immer wichtiger wird als die sanfte Akzeptanz (Yin) dessen, was ist. 
Genau hier setzt Yin Yoga an, indem eine innere Grundhaltung der liebevollen Akzeptanz dessen, was gerade ist, geübt wird.

Es werden bodennahe Yoga-Haltungen eingenommen, in denen minutenlang, ohne Kraftaufwand und mithilfe von Kissen, Polstern und Decken, entspannt und die Aufmerksamkeit nach Innen gerichtet wird. Auf der physischen Ebene beabsichtigt Yin Yoga tief liegendes Bindegewebe anzusteuern, Muskeln, Bänder und Sehnen durch Kompression und Dehnung zu stimulieren und somit die Bewegungsfreiheit der Körperteile zueinander zu erhöhen.

Termine

Die Termine für die nächsten Yin-Yoga-Kurse werden in Kürze hier bekannt gegeben.

 


Kum-Nye-Yoga (mit Christiane)

Die alte Heilkunst Kum Nye wurde von dem tibetischen Lama Tarthang Tulku Rinpoche Ende der 60er Jahre im Westen eingeführt und ist ein unmittelbar wirkendes, hocheffektives Entspannungs- und Selbstheilungssystem, was uns in der heutigen Welt, in der viele von uns sich überfordert fühlen, primär mit dem Kopf arbeiten und wenig ihre Körper spüren, helfen kann, wieder mehr auf uns zu achten.

Körper und Geist werden bei regelmäßiger Kum-Nye-Praxis in ein Gleichgewicht gebracht. Schon nach kurzer Zeit des Übens kann so ein grundlegendes, nachhaltiges Gefühl des Wohlbefindens entstehen.

Selbstheilungskräfte werden aktiviert, Stress aufgelöst, hinderliche Verhaltensweisen umgeformt, negative Emotionen überwunden und ein ausgeglichener, gesunder Lebensstil gefördert – Körper und Geist gesunden.

Kum Nye lässt sich abseits von Matte und Kissen leicht in den Alltag integrieren und ermöglicht, einen individuellen Weg des Wachstums zu finden.

 

Was bedeutet Kum Nye?

Kum (tibetisch sKu) steht für den Körper, im Sinne eines Energiekörpers oder unseres verkörperten Seins, welches über die physische Form hinausreicht,  Nye (tibetisch mNye) heißt soviel wie innere Massage. Zusammen bedeutet Kum Nye also, dass wir unsere (Ku-) Körper massieren.

Diese Massage geschieht auf den drei Ebenen

  • des Körpers
  • des Atems und
  • des Geistes

und wird erreicht durch fünf Übungsformen, nämlich

  • einfache Körperhaltungen und Bewegungsübungen,
  • gezielte Selbstmassage,
  • geführte Atemtechniken,
  • Phasen des intensiven Nachspürens und verschiedene Meditationsübungen sowohl im Sitzen als auch im Gehen und Liegen sowie
  • Rezitation von Mantren.

Diese äußeren Übungen sind aber nur Mittel zum Zweck! Der primäre Fokus, der Schlüssel der Kum-Nye-Entspannung liegt darin

  • durch die Übungen zunächst innere Gefühle und Empfindungen zu stimulieren,
  • ihnen sodann die Möglichkeit zu geben, sich auszudrücken und
  • sie in einem weiteren Schritt durch Präsenz im Atmen und Fühlen wahrzunehmen, worunter nicht Emotionen wie Trauer und Wut, sondern körperliche Erfahrungen unter Einbezug aller Sinne verstanden werden, wie der Duft von Gras am Morgen, die Berührung eines Menschen, ein Augenzittern, ein Verkrampfen im Bauch, ein Flattern in den Knien, ein Brennen in der Kehle, die Kurzatmigkeit, wenn du dich beeilst, der Adrenalinstoß durch deinen Körper, wenn du einen Anruf zu einer unerwarteten Zeit bekommst, die Ruhe nach einem Gewitter, um schließlich
  • in einem weiteren Schritt zu schauen, was mit den Gefühlen passiert – wir können sie ausdehnen, zusammenziehen, in einen Fluss bringen und frei fließen lassen.

Konkret:
In Kum Nye geht es nicht darum, die Bewegungsübungen und die anderen Übungsformen und Techniken möglichst korrekt auszuführen, vielmehr achten wir, sobald wir mit einer Übung beginnen, auf die in uns aufsteigenden Empfindungen.

Wichtig:
Dabei bewerten wir nicht, alle Erfahrungen, positive, negative und neutrale werden gefühlt, beachtet und gesehen, ohne Etikett, ohne Anstrengung.

 

Worin unterscheidet sich Kum Nye von anderen Yogaarten?

Die Übungsweise des Kum Nye unterscheidet sich von anderen Varianten des Yoga vor allem durch drei Aspekte:

  • Die Bewegungen werden, zumindest in der Regel, sehr langsam ausgeführt.
  • Es wird immer durch Nase und Mund gleichzeitig ein- und ausgeatmet.
  • Gefühle und Empfindungen stehen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

 

Wie kann man sich eine Kum-Nye-Stunde vorstellen?

Eine Kum-Nye-Stunde dauert 75 Minuten und beinhaltet

  • Austausch zu Erfahrungen und Fragen zu Kum-Nye-Theorie (optional)
  • 60–75 Minuten Praxis
  • Anweisungen für Hausaufgaben

Kum Nye ist nicht an die Idee des Buddhismus gebunden, sondern kann unabhängig von religiösen und ethischen Einstellungen sowie von Alter, Geschlecht und körperlichem Fitnessgrad praktiziert werden.

Es wirkt unmittelbar und kann hocheffektiv sein, ist aber keine medizinische oder therapeutische Behandlung und auch kein Ersatz dafür.

Teilnehmer*innen können für den Kurs ihre Alltagskleidung anbehalten, die Kleidung sollte allerdings möglichst bequem und nicht einengend sein und alles, was die Bewegungsfähigkeit beeinträchtigen könnte wie Schmuckstücke, Uhr oder Brille, sollte abgelegt werden.

 

Voraussetzungen

Keine – außer Neugier und die Bereitschaft, möglichst regelmäßig am Kurs teilzunehmen und auch die Übungen für den Alltag zu machen.

Bei Schwangerschaft oder körperlichen Einschränkungen bitte die Kursleitung zu Beginn des Kurses darauf ansprechen. Insbesondere Nackenprobleme müssen bei einigen Übungen berücksichtigt werden.

 

Schnupperstunde

Sie können jederzeit unverbindlich und kostenfrei in einen der aktuell laufenden Onlinekurse reinschnuppern, die montagnachmittags noch bis zum 15. Juni (1.6. fällt aus) und donnerstagvormittags noch bis zum 25. Juni (11.6. fällt aus) stattfinden, um einen ersten praktischen Geschmack bekommen. Wir bitten um vorherige kurze Anmeldung hier.

 

Kosten

145 € (inkl. 8 Stunden, Übungen für zu Hause)

Die nächsten Kum-Nye-Kurse